Individueller Sanierungsfahrplan (iSFP)


Was ist der sog. "iSFP"?

Wer bei der Sanierung die maximale staatliche Förderung nutzen möchte, beginnt am besten mit einem individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP) im Rahmen des Programms "Energieberatung für Wohngebäude" ("EBW") des BAFA. 
Er zeigt, welche Maßnahmen an Ihrem Gebäude energetisch sinnvoll sind, in welcher Reihenfolge sie umgesetzt werden sollten und welche Fördermittel Sie dabei ggf. abrufen können. 

Bei förderfähigen Maßnahmen wie bspw.:

  • Gebäudehülle (z.B. Dämmung der Gebäudehülle, Austausch von Fenstern und Türen oder sommerlicher Wärmeschutz)
  • Anlagentechnik (z.B. RLT mit oder ggf. ohne Wärme-/Kälterückgewinnung, Mess-, Steuer-, Regelungstechnik / Efficiency Smart Home System)
  • Heizungsoptimierung (z.B. Emissionsminderung - Staub von Biomasseheizungen (feste Biomasse) ab 4 kW Nennleistung) 

steigt durch einen iSFP der staatl. Förderungsanteil um 5 % (bspw. von 15 % auf 20 %)
sowie die maximal mögliche Fördersumme pro Wohneinheit von 30.000 € auf 60.000 €. 

Die Erstellung des iSFP selbst wird durch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) staatlich gefördert, wodurch Sie nur einen verbleibenden Eigenanteil zu tragen haben.


Für wen lohnt sich der iSFP?

Der iSFP lohnt sich besonders, wenn Sie:

  • ein bestehendes Wohngebäude besitzen und dort in den nächsten Jahren Maßnahmen planen
  • die staatliche Förderung maximieren wollen (iSFP-Bonus auf spätere Einzelmaßnahmen)
  • Klarheit über die richtige Reihenfolge suchen – welche Maßnahme vor welcher, ohne dass sich Investitionen gegenseitig entwerten
  • keine Einzellösungen ohne Gesamtbild wollen, sondern eine Strategie über mehrere Jahre
  • das Gebäude langfristig halten – nicht kurz vor Verkauf oder Schenkung


Weniger sinnvoll ist der iSFP, wenn Sie nur eine einzelne Maßnahme umsetzen möchten und keine weiteren Sanierungsschritte planen. Dann ist die klassische Vor-Ort-Beratung der direktere Weg.


Wie läuft die geförderte Energieberatung ab?

Der Ablauf der Erstellung eines iSFP besteht hierbei grob aus folgenden Schritten:

  1. Unterstützung bei der Fördermittelbeantragung
  2. Sichtung aller verfügbaren Baupläne, Grundrisse und Baubeschreibungen des Gebäudes sowie ggf. Rechnungen zu bereits durchgeführten Einzelmaßnahmen (Hinweis auf verwendete Materialien etc.)
  3. Vor-Ort Bestandsaufnahme Ihres gesamten Gebäudes sowie Ihrer individuellen Präferenzen und Ziele der Sanierung
  4. Analyse und Energetische Bewertung des gesamten Bestandsgebäudes
    (Ist-Zustand)
  5. Energetische und Wirtschaftliche und Bewertung möglicher Sanierungsschritte und des Gebäude-Zielzustandes (Soll-Zustand)
  6. Erstellung Ihres individuellen Sanierungsfahrplans über mehrere Sanierungsschritte (i.d.R. 3-5)
  7. Übergabe und abschließende Durchsprache mit Ihnen


Was Sie für die iSFP-Erstellung bereithalten sollten

Je vollständiger die Unterlagen, desto präziser der Fahrplan. Ideal sind:

  • Baupläne, Grundrisse, Schnitte – so vorhanden, auch älter
  • Baubeschreibung – falls greifbar
  • Rechnungen und Nachweise zu bereits durchgeführten Sanierungsmaßnahmen (Dämmung, Fenstertausch, Heizungserneuerung)
  • Angaben zur aktuellen Heizung – Baujahr, Typ, Leistung
  • Verbrauchsdaten der letzten 3 Jahre (Heizkostenabrechnungen oder Ablesewerte)

Wenn Unterlagen fehlen: Kein Problem – wir erfassen fehlende Informationen bei der Vor-Ort-Begehung. Das kann die Bearbeitungsdauer leicht verlängern, verhindert aber nicht die Erstellung.

Im nächsten Schritt kann eine Baubegleitung der geplanten Einzelmaßnahmen durch uns erfolgen, welche ebenfalls staatlich gefördert werden kann.

Muster iSFP vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz:

Deckblatt

iSFP - Übersicht Maßnahmenpakete


Quelle / Link zum Vollständigen Muster-Dokument:
https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Downloads/S-T/sanierungsfahrplan-muster.pdf?__blob=publicationFile&v=6